Das „Dübener Ei“

Trabant Kombi mit Wohnwagen (2048631884)[Trabant Kombi mit Wohnwagen; Torsten Maue via WikiCommons, CC-BY-SA-2.0]

Die Neue Zürcher Zeitung berichtet von einem Ostalgieobjekt, dem Reisen mit dem Würdig 301-2.

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Preußen Münster und die Geschichtskultur

 

Auf Youtube tauchte die Wochen ein 27 Jahre alter Bericht über das Marketing des SC Preußen 06 e.V. Münster auf. Schon damals hieß es: History sells.

Mad Men

Eine Persiflage auf den American Dream; eine Reflexion über Gender- und Racefragen; eine Erzählung über die USA zwischen Kuba-Krise und Woodstock; eine Inszenierung schmaler Anzüge und taillierter Röcke; eine einzige Schleichwerbung für Jameson und Lucky Strike – „Mad Men“ ist Geschichtskultur pur.

Die Forschung hat sich dem Thema bereits angenommen, jüngst etwa Elisabeth Bronfen, deren Werk auf H-Soz-Kult jedoch nicht allzu positiv rezensiert wurde.

Die Völkerwanderung als Thema der Geschichtskultur

Ulpiano Checa La invasión de los bárbaros
[Ulpiano Checa: „La entrada de los Hunos en Roma“ (1887); WikiCommons, CC-BY-SA-3.0]

Lassen sich Lehren ziehen aus der Völkerwanderungszeit für die aktuellen Debatten um Immigration und Emigration? Stefan Esders, Professor an der FU Berlin, wirft in seinem Blogbeitrag einen kritischen Blick auf die gegenwärtige geschichtskulturelle Debatte, die nicht allein in Deutschland geführt wird, und – wie das oben stehende Bild zeigt – eine längere Vorgeschichte hat.

Ausflugstipp: Die Dyckburg-Kirche bei Münster

Eine echte Sehenswürdigkeit vor Münsters Stadttoren.

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[Dyckburg-Kirche in Münster-Handorf; Jan Matthias Hoffrogge]

In der Frühen Neuzeit zogen Münsters Fürstbischöfe ein dichtes Netz von Wallanlagen um die Stadt, die so leichter verteidigt werden konnte. Zum Teil sind diese Befestigungswerke heute noch sichtbar.

Spuren der Wallanlagen findet man etwa, wenn man die Innenstadt über die Warendorfer Straße und den Schiffahrter Damm Richtung Handorf verlässt. Keine drei Kilometer vor der Stadt liegt nämlich eine kaum beachtete Sehenswürdigkeit: die Dyckburg-Kirche (St. Mariä Himmelfahrt), die im 18. Jahrhundert auf einem der befestigten Herrenhöfe errichtet wurde.

IMG_3849[Wallgraben vor der Dyckburg-Kirche; Jan Matthias Hoffrogge]

Architekt der kleinen Barockkirche ist niemand geringeres als Johann Conrad Schlaun, der in Münster unter anderem auch das Schloss und den Erbdrostenhof entwarf. Was die Dyckburg-Kirche von seinen viel bekannteren Bauwerken unterscheidet, ist der Umstand, dass sie im Krieg nicht (teil-)zerstört wurde. Wohl aber erfolgte am Anfang des 20. Jahrhunderts ein Umbau, als sich zwei katholische Adelige in der Kirche beerdigen ließen.

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[Informationstafel; Jan Matthias Hoffrogge]

Geöffnet ist die Dyckburg-Kirche während der dort regelmäßig zelebrierten Messen und kurz danach. Die genauen Angaben finden sich auf der Seite der Kirchengemeinde St. Petronilla.

Ein paar weitere praktische Hinweise noch zum Schluss: Die Kirche ist auf den Radwanderwegstafeln ausgeschildert als „Haus Dyckburg“, die meines Erachtens schönste Route – immerhin liegt das ganze Ensemble zwischen viel befahrenen Land- und Bundestraßen sowie der Bahnstrecke Münster-Bremen – beginnt an der Schleuse am Dortmund-Ems-Kanal. Einkehren kann man an der Dyckburg-Kirche leider nicht, aber Handorf und Mariendorf liegen nicht weit entfernt.