England und Schottland vs. FIFA

Am 11. November wird in Paris, London, Brüssel und Ottawa nicht der Karneval eingeläutet, sondern der Toten gedacht. Am 11. November 1918, zwei Tage nach der Novemberrevolution in Deutschland, wurden die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges eingestellt.

Westlich des Rheins heißt er der Große Krieg und hat in der Geschichtskultur einen ganz anderen Stellenwert. Das zentrale Memorialzeichen, besonders für Briten und Kanadier, sind die poppies – Mohnblumen, wie sie für Flandern, wo die ersten Schlachten stattfanden, typisch sind.

Gestern jährte sich der Waffenstillstand zum 98. Mal. Zufällig spielten die Mannschaften Englands und Schottlands im Rahmen der Weltmeisterschaftsqualifikation gegeneinander. Aus Sicht der FIFA kamen sie auf einen verrückten Einfall: Engländer und Schotten wollten doch tatsächlich einen Trauerflor tragen, auf dem eine Mohnblume abgebildet ist. Der Fußballweltverband erhob Einspruch, die beiden britischen Teams ließen sich nicht davon abhalten (und England gewann 3:0). Das ganze könnte jetzt ein Nachspiel haben.

 

Nachtrag:

Da mich die These vom fast vergessenen Krieg nicht loslässt, habe ich mit einer Liste begonnen, die Gegenbeispiele sammelt.

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