Unhaltbarkeiten

Selbst der Wiederaufbau einer Kirche, von den Briten wohlwollend unterstützt, wird noch in den Dreck gezogen.

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Über Björn Höcke wurde die Tage schon viel geschrieben (selbst bei VICE) und vor allem auch über die Sachfehler seiner in Dresden gehaltenen Rede.

Sie ist falsch in jedem Sinne, noch in den letzten Verästelungen.

Der von Markus Mohr schon zu recht thematisierte Wiederaufbau der Frauenkirche war für uns Patrioten ein Hoffnungsschimmer dafür, dass es ihn doch noch gibt, diesen kleinen Funken deutschen Selbstbehauptungswillen.

Selbst der Wiederaufbau einer Kirche, von den Briten wohlwollend unterstützt, wird noch in den Dreck gezogen.

Es ging eben nicht darum, wie Jasper von Altenbockum meinte, dass ein hessischer Oberstudienrat mit thüringischem Landtagsmandat die Kapriolen Walsers oder Augsteins wiederholte.

Es geht um sehr viel mehr; um nichts weniger nämlich, als Deutschlands Verbleib in der Atlantischen Welt. Und diese ist mehr als gefährdet, wie Martin Sabrow mit Blick auf die geschichtspolitischen Verwerfungen in Europa schreibt. In Bezug auf Dresden und die dortige AfD-Versammlung beobachtet er zudem:

Ihr Sprecher [Höcke] lehnt sich an den nationalsozialistischen Führerkult an, indem er sich zum Messias stilisiert, der aus seiner Erfurter Einsamkeit auf die Suche nach Gefolgschaft gegangen war, bis er „mit (m)einer kleinen Thüringer Gruppe dann endlich den Pegida-Spaziergang gefunden hatte“, der ihm zur mythischen Geburt eines neuen Marsches auf Berlin wird.

Von Westalgie, der Sehnsucht nach der Bonner Republik (so die FAZ noch vor der letzten Bundestagswahl), ist die „Alternative für Deutschland“ längst nicht mehr motiviert.

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