Graffito am Kirchturm

Grossmünster - Innenansicht - Polke-Fenster 2010-08-27 17-56-32

[Eines der von Sigmar Polke gestalteten Fenster im Zürcher Grossmünster; Roland zh via WikiCommons; CC-BY-SA-3.0]

Der Säkularisierungsthese zum Trotz sind Zürichs Kirchen voller (post-)moderner Kunst. Im Grossmünster findet man zwölf Fenster, die Sigmar Polke gestaltet hat, im Fraumünster immerhin derer fünf von Chagall (für die man aber zahlen muss…).

Im Grossmünster soll bald ein Graffito im Kirchturm folgen, was aber offenbar zu einigen Verwirrungen führt. Es geht um tanzende Fische und das „Prinzip der Vergänglichkeit“.

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Graffiti unter Denkmalschutz

Unter den Staaten, die ab 1914 den Ersten Weltkrieg austrugen, war das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland eine Ausnahme: Eine Wehrpflicht kannte man auf den britischen Inseln nicht.

Erst nach langem parlamentarischen Ringen wurde sie 1916 eingeführt. Auf einmal stand die Armee vor einem völlig neuen Problem: Wie mit Kriegsdienstverweigerern umgehen?

Zum Teil wurden sie interniert, etwa in Richmond Castle. In den Zellentrakten bekritzelten sie die Wände -mit Witzen, politischen Sentenzen und Bildern ihrer Verlobten.

Erst allmählich wurde die Schutzwürdigkeit dieser Zeichnungen anerkannt. So „sei der für die Übergabe zuständige Offizier schockiert gewesen, als er die Wände sah, und habe sich entschuldigt, dass sie nicht übertüncht worden seie“, erfährt man in einem Artikel aus der gestrigen Neuen Zürcher Zeitung.