Die Deutschen, die Amerikaner und die Erinnerung an den Holocaust

Der aus Deutschland stammende Historiker Jacob S. Eder hat jüngst eine (englische/US-amerikanische) Dissertation vorgelegt, in der ein bis heute bedeutsames Stück (bundes-)deutscher Geschichtspolitik thematisiert. In „Holocaust Angst“ geht es zum einen darum, wie US-Amerikaner seit den 1970er-Jahren an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden erinnern – nämlich zunehmend mit dem Begriff „Holocaust“.

Zum anderen – und vor allem – untersucht Eder die Frage, inwiefern die Rezeption dieser Geschichtskultur durch die Bundesregierung unter Helmut Kohl deutsche Außenpolitik prägte; und inwiefern dabei besonders Versuche unternommen wurden, das Deutschland-Bild in den USA zu korrigieren.

Peter Hoeres, Professor an der Universität Würzburg, hat das Buch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 2. Januar stark kritisiert.

Nun reagiert Jacob S. Eder auf dem Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung.

 

Nachtrag vom 17.03.2017:

Matthias Haß von der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz rezensierte Eders Arbeit jetzt für H-Soz-Kult – mit einem kleinen Seitenhieb auf die bisherigen Besprechungen.

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