Der Holocaust, nicht mehr als ein Lehrbeispiel?

Auf Faz.net erschien heute ein Interview mit dem Soziologen Harald Welzer. Als ausgewiesener Kenner - unter anderem war er Mitverfasser des Publikumserfolges "Opa war kein Nazi" - sprach er über den großen geschichtskulturellen Bruch, der vor einem Vierteljahrhundert begann und langsam an sein Ende gerät: Das Sterben der Zeitzeugen, die im direkten Gespräch an die Verbrechen des … Der Holocaust, nicht mehr als ein Lehrbeispiel? weiterlesen

Geschichtskultur im Fußball

Freund D. machte mich auf die Arbeiten Markwart Herzogs aufmerksam, der unter anderem untersucht, wie im Fußball  die Vergangenheit thematisiert wird. Eine Schlüsselrolle spielen dabei nicht die Vereine und Verbände, sondern die Fans, wie Herzog der Gerda-Henkel-Stiftung berichtete. (Preußen Münster wartet übrigens, anders als die Frankfurter Eintracht oder der FCK, auf sein Vereinsmuseum.)  

Streit um Weltkriegsmuseum in Danzig

In Gdańsk/Danzig eröffnete dieses Frühjahr ein neues Museum über den Zweiten Weltkrieg - das der neuen polnischen Regierung, wie die FAZ es höflich umschrieb, "ein Dorn im Auge" ist. (Eine tolle Analyse des Hauses und des Konflikts hat Daniel Logemann auf zeitgeschichte-online vorgenommen.) Der inzwischen entlassene Gründungsdirektor Pawel Machcewicz äußerte sich dazu in einem Interview … Streit um Weltkriegsmuseum in Danzig weiterlesen

Die Deutschen, die Amerikaner und die Erinnerung an den Holocaust

Der aus Deutschland stammende Historiker Jacob S. Eder hat jüngst eine (englische/US-amerikanische) Dissertation vorgelegt, in der ein bis heute bedeutsames Stück (bundes-)deutscher Geschichtspolitik thematisiert. In "Holocaust Angst" geht es zum einen darum, wie US-Amerikaner seit den 1970er-Jahren an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden erinnern - nämlich zunehmend mit dem Begriff "Holocaust". Zum anderen - und … Die Deutschen, die Amerikaner und die Erinnerung an den Holocaust weiterlesen

Sprachlos

Erwin Hapke wird kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Ostpreußen geboren, muss 1945 mit der Familie fliehen, jahrelang in Flüchtlingsunterkünften leben. Er macht eine Schlosserlehrer und wirkt später als Biologe mit an der Entschlüsselung des menschlichen Gencodes. Dennoch wird er in den 1970er-Jahren arbeitlos. Im zweiten Haus seiner Eltern isoliert er sich zusehend, bricht bis … Sprachlos weiterlesen